Von Tradition zu Innovation: Müllermeisterin Petra Schuster begeistert im Coworking Kemnath

    Am 25. September 2025 öffnete das Coworking Kemnath erneut seine Türen für eine außergewöhnliche Networking-Veranstaltung. Unter dem Motto "Meisterinnen der Zukunft: Gründen im traditionellen Handwerk" luden wir gemeinsam mit dem Campus Kemnath der OTH Amberg-Weiden zu einem inspirierenden Abend mit Petra Schuster ein – einer Frau, die beweist, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.
    4 min Lesedauer 30. September 2025
    Aktualisiert: 30. September 2025
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    Von Tradition zu Innovation: Müllermeisterin Petra Schuster begeistert im Coworking Kemnath

    Von Tradition zu Innovation: Müllermeisterin Petra Schuster begeistert im Coworking Kemnath

    Wenn Leidenschaft auf Jahrhunderte alte Tradition trifft – Ein inspirierender Abend über weibliches Unternehmertum im Handwerk

    Am 25. September 2025 öffnete das Coworking Kemnath erneut seine Türen für eine außergewöhnliche Networking-Veranstaltung. Unter dem Motto "Meisterinnen der Zukunft: Gründen im traditionellen Handwerk" luden wir gemeinsam mit dem Campus Kemnath der OTH Amberg-Weiden zu einem inspirierenden Abend mit Petra Schuster ein – einer Frau, die beweist, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.

     

    Eine Müllermeisterin mit Vision

    Petra Schuster ist mehr als nur eine Unternehmerin – sie ist eine Visionärin, die seit Generationen verwurzelte Traditionen erfolgreich in die Moderne führt. Als Müllermeisterin in der sechsten Generation leitet sie die Schustermühle Kemnath, einen Familienbetrieb, der seit 1825 besteht. Mit ihrer bodenständigen Art und ihrem unternehmerischen Geschick verarbeitet sie ausschließlich Getreide aus eigenem Anbau oder von regionalen Landwirten zu hochwertigen Mehlen.

    "Mir war ab der 1. Klasse klar, dass ich Müllerin werden will", erzählte Schuster den Teilnehmerinnen im gemütlichen Ambiente des Coworking Spaces. Diese frühe Leidenschaft und Klarheit über ihren Lebensweg zog sich wie ein roter Faden durch ihren gesamten Vortrag.

     

    Mut zur Selbstständigkeit im ländlichen Raum

    Thomas Völkl, Inhaber des Coworking Kemnath, betonte in seiner Begrüßung die besondere Bedeutung des Netzwerkens gerade im ländlichen Raum: "Man kann Erfahrungen teilen und aus Fehlern lernen." Diese Philosophie spiegelte sich auch in Petra Schusters Ansatz wider, der von Mut, Experimentierfreude und kontinuierlichem Lernen geprägt ist.

     Andrea Schild-Janker vom Campus Kemnath der OTH unterstrich mit beeindruckenden Zahlen die Relevanz des Themas: Nur ein Sechstel der Meisterprüfungen werden von Frauen abgelegt, und lediglich ein Viertel der Handwerksbetriebe wird von Frauen geführt. Umso wichtiger sind Vorbilder wie Petra Schuster.

     

    Zwischen Maschinen und Mehl: Authentische Einblicke

    "Man muss schon mal hinlangen und man wird schon mal schmutzig", beschrieb Schuster pragmatisch ihren Arbeitsalltag. Ihre Authentizität und Bodenständigkeit beeindruckten die Zuhörer besonders. Von der Reparatur spezieller Gleitlager bis hin zur Entwicklung neuer Geschäftsideen – Petra Schuster packt an, wo andere aufgeben würden.

     

    Besonders bewegend war ihr Bericht über die Unternehmensnachfolge: Ihre Tochter lernt derzeit ebenfalls das Müllerhandwerk – nicht auf Drängen der Mutter, sondern aus eigener Überzeugung. "Es ist schon schön zu wissen, dass auch die nächste Generation den Betrieb weiterführen will."

     

    Herausforderungen als Chance begreifen

    Ein zentraler Punkt des Abends war Schusters Umgang mit den vielfältigen Herausforderungen der Selbstständigkeit. Von komplexen Vorschriften wie dem Explosionsschutz bis hin zu Bereichen, die ihr weniger liegen – wie die Buchhaltung – zeigte sie auf, wie wichtig es ist, die eigenen Stärken zu kennen und Schwächen durch kompetente Partner auszugleichen.

     

    "Du musst wissen, was man kann und was nicht. Dann einfach die Menschen suchen, die das für einen machen", lautete ihr pragmatischer Ratschlag. Gleichzeitig betonte sie: "Man muss dann auch dazu stehen, dass man was kann" – besonders wichtig in einem männerdominierten Handwerksbereich.

     

    Networking und Zukunftsvisionen

    Die anschließende Diskussionsrunde wurde zu einem lebendigen Austausch über die Zukunft des Handwerks. Dabei ging es nicht nur um technische Aspekte, sondern auch um die große Herausforderung, junge Menschen – insbesondere Mädchen – für Handwerksberufe zu begeistern.

     

    Petra Schusters Botschaft war klar: "Wichtig ist, dass es dir Freude macht. Denn wenn du dann das als Beruf lernst, musst du das lange machen, also muss es dir Freude bereiten!" Ihr Rat für alle Gründungsinteressierten: "Du musst machen und vor allen Dingen auch einfach mal anfangen!"

     

    Ein gelungener Abend im Coworking Kemnath

    Bei Fingerfood und Getränken klang der Abend in entspannter Atmosphäre aus. Die Teilnehmer nutzten intensiv die Gelegenheit zum Netzwerken und zum Austausch über eigene Projekte und Herausforderungen.

     

    Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, welch wichtige Rolle das Coworking Kemnath als Treffpunkt für Gründerinnen, Unternehmerinnen und innovative Köpfe in der Region spielt. In den modernen, einladenden Räumen in der Röntgenstraße 14 entstehen nicht nur neue Ideen, sondern auch wertvolle Verbindungen zwischen Menschen mit ähnlichen Visionen.

     

    Ausblick

    Die Veranstaltungsreihe "Ich bin gerne Chefin" wird auch in Zukunft weitere inspirierende Unternehmerinnen aus der Region vorstellen. Das nächste Event ist bereits in Planung – lassen Sie sich überraschen und folgen Sie unseren Ankündigungen auf unserer Website.

     

    Das Coworking Kemnath freut sich darauf, auch weiterhin Plattform für solche bereichernden Begegnungen zu sein und gemeinsam mit dem Campus Kemnath der OTH Amberg-Weiden das Unternehmertum in der Nordoberpfalz zu fördern.